Vorgeschichte


Der Blick in die eigene Chronik, in die junge Geschichte der früheren Bezirksgruppe (1969-1971), als Teil der kaum älteren Landesgruppe Westfalen im ASC, bringt die interessierten Leser dazu, ganz von vorne anzufangen! Von vorn heißt hier, die Anfänge des Gesamtclubs, seine historische Entwicklung und Bedeutung aufzunehmen und zu verstehen. Im Anschluss daran wird es umso verständlicher, die Gründungen der Landesgruppe und der eigenen Sektion nachzuvollziehen.

Und das nicht nur, weil es liebenswerte, unbedingt nachlesenswerte Parallelen in den späteren Landesgruppen gibt. Es ist hier den Chronisten und der Jubiläums-Schrift zum Hundert-Jährigen in 2000 zu danken und geschuldet, dass dieser Teil deutscher Geschichte, sicher als Geschichte des Automobils, aufgeschrieben und festgehalten wurde. Mit Recht daher auch der Titel dieser ASC-Chronik: Wir nennen es Verantwortung.

Viele ansprechende wie unterhaltend humorvolle Geschichten um den Gesamt-ASC sind hier aufgeschrieben, wie sie auch in den Landesgruppen selbst zu hören und zu finden sind. Vieles davon ist bekannt, wird immer wieder gern erzählt und trägt zur besonderen Freude der großen ASCFamilie bei. Daher hier auch der Hinweis darauf, dass es die Landesgruppe Westfalen-Süd ohne diese Vorgeschichten und die große, kaum ältere Schwester Westfalen, in der bekannten Form so nicht geben würde! Daher auch die besondere freundschaftliche Verbindung zu unseren Nachbarn in der Soester Börde. Streitbare Freunde im Hobby, rund um den Cherusker Herrmann. Schon damals, vor 2000 Jahren mit teutonischen Tugenden ausgestattet, die sich in der späteren deutschen Geschichte und der des ASC wiederfinden. Das Faible Einzelner für die ganz alten Fahrzeuge Messingklasse - kommt doch nicht von ungefähr!

Gründung

Also im Zeitsprung - was den 5 altforderen Automobilisten im Monat Mai anno 1900 bei der Rheinischen GasMotorenfabrik Benz, bei einem Spargelessen Recht war, nur wenige Wochen später dann auf der Allgemeinen Motorfahrzeug-Ausstellung in Nürnberg und inzwischen auf 18 Automobil-Pioniere angewachsen, zur Gründung des Internationalen Auto-Spargel-Clubs führte, sollte den Nachfolgern in der Sache hier in Südwestfalen billig sein. Rechtschaffene mobile Herren um den heimischen Initiator Walter Knebel holten sich im Jahre 1969 die Zustimmung des ASC-Präsidiums und sicherten sich die Unterstützung der Schnauferlbrüder in Westfalen. Dass es mehr als eine originelle Idee war, eine Zigarrenkiste zudem mit der Marke Stadtehre, zur Gründungsurkunde zu nutzen, fand erst später dann die weitere Bedeutung.

40 Jahre

Die inzwischen vier Jahrzehnte aktiven Geschehens der automobilen Enthusiasten hier, der Schnauferlbrüder im inneren Verständnis, sind zwar noch keine besondere Zeit, nicht einmal ein Jubiläum. Nehmen wir in diesem Zusammenhang in 2009 weitere Ereignisse im Zeitlauf dazu, nehmen dabei runde Daten wie 100 Jahre Audi, 60 Jahre Bundesrepublik, 40 Jahre LG Westfalen Süd, 20 Jahre Mauerfall und Wiedervereinigung, 10 Jahre Währungsunion in Europa, wird doch eher bewusst, welchen Anteil an der Geschichte und Bedeutung immerhin die vier Jahrzehnte einer Landesgruppe im Kleinen bekommen können.

In guter Erinnerung und auch im Gedenken aller derer, die in diesem besonderen Sport zugleich den Konsens untereinander geschaffen, vorgegeben und gelebt haben. Leider sind unter uns hier nur noch wenige, die anno 1969 das Fundament dieser Freundschaften gelegt haben. Ihre Namen sind allgegenwärtig. Mit dem Blick nach vorn freuen wir uns, in ihren Namen die Tradition fortzusetzen und zu pflegen. Gerade in der jüngeren Zeit und hier verstärkt, ist Nachwuchs-Interesse und Zuspruch zu unserem Hobby festzustellen. Neue Mitglieder schließen in unsere Mitte auf.

Freundschaften

Im Laufe der Jahre sind dauerhafte Freundschaften innerhalb und außerhalb der Landesgruppen entstanden und gewachsen. Die Ältern haben wiederum die Jüngeren, angesteckt', mitgenommen und integriert, längst ist aus dem Hobby des Vaters der Bazillus auf viele Söhne und auch Töchter übergegangen. Den besonderen Wert der Treffen hier stellen zweifelsohne unsere Gäste dar, mit ihrer Teilnahme und Treue an der alljährlichen Frühjahrsanfahrt.

Ihr persönliches Silber-Jubiläum durch entsprechend häufige Teilnahmen hier, haben einige Getreue bereits hinter sich und werden gebührend gewürdigt. Ihr eigenes Silber-Jubiläum konnte die Landesgruppe anno 1994 mit großer Zustimmung in der Öffentlichkeit begehen. Westfalen-Süd suchte den Weg der Außendarstellung in der Innenstadt, mit einer sehr erfolgreichen ASC-Schnauferl-Show in der CityGalerie in Stadtmitte, mit Dokumentation der Geschichte und der historischen Entwicklung des Gesamtclubs. Ebenso mit einer Jubiläums-Gala, ganz im Sinne der ASC-Tradition, Geselligkeit in festlichem Rahmen, umgeben von den alten Automobilen, die Schnauferl selbst im Mittelpunkt des Interesses - für das Publikum. Der gute Kontakt zu den heimischen Medien, die Unterstützung von dieser Seite, ist sicher auf eine gute Kommunikation zurückzuführen, Im Kreis der Schnauferlbrüder finden sich sowohl Autohäuser als auch andere Gewerbe als Partner und Kunden der Presse. Besonderer Dank aber auch dafür, dass ein früherer SchnauferIbruder Gesellschafter des hier Marktbedeutenden Verlagshauses war. So gilt auch hier, Traditionen pflegen und fortsetzen!

Ausfahrten

Ausfahrten im Oldtimer, im Schnauferl, im Klassiker wie auch immer, haben immer ihren Reiz, gleich zu welcher Jahreszeit. Zur Saison aber ganz besonders im Durchfahren unserer allerorten schönen Heimat, bundesweit. Hierzulande der Region Süd-Westfalen verbunden - der Name der Landesgruppe steht ganz bestimmt nicht allein nur für Siegen, für Siegerland und Sauerland - sehen wir uns in der Pflicht, die heimischen Besonderheiten unseren Gästen näher zu bringen. Zugleich eine wunderbare Gelegenheit bei allen unseren Ausfahrten, dem automobilen Wandern die Lande besser zu erfahren und kennen zu lernen.
War es vor vielen Jahren bei einer der großen Rallyes hier, einmal der Besuch der Bigge-Talsperre im nahen Sauerland, mit abendlicher Rundfahrt über den Biggesee, war es danach zuletzt und auch schon wieder Jahre zurück, die Dampflokomotiven-Fahrt aller Gäste durch das Siegtal, der Transfer zum geselligen Treff im historischen Lok-Schuppen. War es dabei wieder eine andere, ganz eigene Art deutscher Industrie- und Technik-Geschichte! In diesem Jahr nun sind Stahl, Eisen und Erz das Motto. Sind es die bedeutenden Bodenschätze, Rohstoffe und Erzeugnisse der Region, Materialien, die die Region und seine Bevölkerung geprägt und bekannt gemacht haben. Damit sind sie neben den Reizen der heimischen Natur, auch das große Thema und unser besonderes Anliegen.

Einblicke ins Clubleben